Gestaltungssatzung für die Innenstadt (BA-010/2016)

vom 18. Januar 2016

Die Stadtverwaltung wird am 09.03.16 beauftragt, bis Ende 2016 eine eigenständige kommunale Gestaltungssatzung für die Innenstadt zu entwickeln, in Zusammenarbeit mit dem Planungs-, Bau und Umweltausschuss und anderen relevanten Akteuren, sowie unter Berücksichtigung der Empfehlungen des entsprechenden Gutachterverfahrens aus dem Jahr 2015.

Begründung: Eine aktuelle städtebauliche Forschungsstudie der TU Chemnitz bilanziert, dass Schönheit nicht im Auge des Betrachters liegt oder individuell wahrgenommen wird, sondern im Kontext begründet ist. Dass entsprechende Bebauungspläne nur für Einzelgrundstücke bestehen oder Architektur-Wettbewerbe durchgeführt werden (siehe RA-565/2015), um ein „ästhetisches Resultat sicherzustellen“, führt nicht weit genug und immer wieder zu Konflikten. So forderte der Architekt Hans Kollhoff zum Beispiel vergebens, dass der von Helmut Jahn entworfene Kaufhof der einzige „Glaspalast“ im unmittelbaren Zentrum bleiben solle. Stattdessen wurde direkt gegenüber ein weiterer gebaut, der noch dazu die Wegebeziehungen Richtung Düsseldorfer Platz einschränkt. Eine aufeinander abgestimmte Gestaltungssatzung für die Innenstadt wäre daher wünschenswert, auch angesichts der Pläne für den Getreidemarkt.