Sportförderung in der Breite verstärken

vom 3. Februar 2016

Die AfD-Fraktion plant im Rahmen der Haushaltsdiskussion einen Antrag einzureichen, ab 2017 das Sportbudget auf mindestens fünf Prozent der städtischen Gesamtausgaben zu erhöhen. Anlass dazu gab eine beantwortete Ratsanfrage (RA-558/2015) und ein Beschluss des Stadtrates, eine Quote für die freie Kulturszene festzuschreiben, ohne diese vorher definiert und geklärt zu haben, wie viele Chemnitzer davon überhaupt profitieren würden. „Der Stadtsportbund hingegen zählt über 33.000 Vereinsmitglieder. Darüber hinaus werden die vielen Turnhallen und Trainingsplätze von zahlreichen Schülern genutzt und oftmals ehrenamtlich betreut, während die Kulturausgaben jährlich steigen“, kritisiert AfD-Stadtrat Falk Müller das Ungleichgewicht. „Der Breitensport übernimmt aber eine wichtige soziale Funktion und sollte daher jedes Jahr mit einer verlässlichen Fördersumme unterstützt werden, zumal daraus nicht zuletzt die sportlichen Aushängeschilder erwachsen, mit denen sich die ehemalige Sportstadt so gern rühmt. Eine Aufstockung des Sportbudgets, das 2014/2015 nur aufgrund des CFC-Stadionbaus höher ausgefallen war, käme damit also auch dem Stadtmarketing zugute. Mit der Verwaltung befinden wir uns gerade in Gesprächen, ob diesbezüglich ein Änderungsantrag in der Haushaltssitzung am 2. März oder ein separater Beschlussantrag in einer „normalen“ Sitzung zielführend ist.“