Spielplätze konstant sanieren statt teuer reagieren

vom 16. Februar 2016

Die Stadtverwaltung plant, verteilt auf die nächsten drei Jahre und begünstigt durch das Investitionspaket des Freistaates, anderthalb Millionen Euro in die kommunalen Spielplätze zu investieren und rund eine Million in die Außenanlagen von vier Kindertagesstätten – und entspricht damit einem Hauptanliegen der AfD-Fraktion aus dem Vorjahr. Noch im Herbst waren für Kita-Spielplätze gar keine investiven Mittel eingeplant und für öffentliche Anlagen nur 300.000 Euro plus Instandhaltungskosten von jeweils 232.000 bzw. 59.000 Euro, was u.a. eine beantwortete Ratsanfrage (RA-458/2015) ergeben hatte. Nichtsdestotrotz bleibt die AfD-Fraktion bei ihrer Forderung, mehr Gelder für Sanierungen, Reparaturen und den Austausch von Spielgeräten bereitzustellen und hat daher wieder zwei Änderungsanträge zum Haushalt eingereicht.

„Die Kita in Hilbersdorf, über die wir im Sommer zum Beispiel entschieden haben, ist nach
wie vor kein Einzelfall“, kritisiert AfD-Stadtrat Thomas Sänger, familienpolitischer Sprecher der Fraktion. „In der Beschlussvorlage (B-192/2015) hieß es damals: „Die Außenanlagen weisen einen teilweise desolaten Zustand auf, der von großer Abnutzung her zeugt. Die Spielgeräte wurden 1994 aufgestellt, sind verschlissen und abgespielt.“ Investitionen, also Neubauprojekte sind das Eine, aber die Stadt muss frühzeitig dafür sorgen, dass es gar nicht erst zu solchen teuren „Überraschungen“ und Absperrungen von Spielgeräten kommt. Die Kita-Spielplätze weisen einen Sanierungsrückstau von 4,2 Millionen Euro auf, und für den Unterhalt der über 100 Spielplätze im öffentlichen Raum sind 59.000 Euro viel zu wenig! Deshalb beantragen wir eine Aufstockung um jeweils 200.000 Euro – und selbst wenn dies erneut abgelehnt wird, hätten wir doch einmal mehr den Stein ins Rollen gebracht.“