Motorradparkplätze entlasten Autofahrer

vom 24. Mai 2016

AfD-Stadtrat Falk Müller kritisiert die Stadtverwaltung, die Interessen der Motorradfahrer nicht ernst zu nehmen. „Während Dresden für seine Einwohner und Touristen schon seit langem zahlreiche Parkplätze für Motorräder anbietet, die noch dazu kostenlos sind, und auch Leipzig im vergangenen April reagiert hat und sogar das Abstellen an Fahrradbügeln erlaubt, will Chemnitz scheinbar weiterhin nur eine reine Autostadt bleiben. Andererseits stehen geradezu für Autos immer weniger Dauerparkplätze im Zentrum zur Verfügung, und der „Konkurrenzkampf“ wird sich noch mehr erhöhen, wenn der Getreidemarkt und Johannisparkplatz wegfallen. Zweiräder, insbesondere Mopeds und Motorroller, belegen bislang unnötigerweise einen ganzen Pkw-Parkplatz, oder man riskiert einen Strafzettel, wenn man woanders platzsparend parkt. Spezielle Stellflächen für Motorräder kämen also auch den Autofahrern zu Gute, und ein „Parkraumkonzept“ muss das im Sinne einer effektiven Raumaufteilung berücksichtigen. Falls die Verwaltung nicht handelt, wird wohl ein fraktionsübergreifender Antrag für Abhilfe sorgen.“

Darüber hinaus kritisiert Falk Müller die fehlende Eigeninitiative der Stadt, alles zu tun und mitzuhelfen, um den Motorrad-Grandprix weiterhin auf dem Sachsenring stattfinden lassen zu können, schließlich sorgt die WM jedes Jahr für ein „überaus positives überregionales, sogar internationales Echo“ und einen „beträchtlichen Umsatz, u.a. im Einzelhandel und Hotel- und Gaststättengewerbe“ (RA-417/2015). „Chemnitz verzichtet scheinbar bereitwillig auf die stadtmarketingrelevante Resonanz tausender Gäste und Presseberichte, und der mittelständischen Wirtschaft droht der Verlust von Mehreinnahmen und Arbeitsplätzen. Als Oberzentrum der Region Südwestsachsen hätte die Stadt frühzeitig „die erforderlichen Voraussetzungen“ für eine Unterstützung schaffen müssen.“ Nunmehr hat sich auch der Freistaat Sachsen in die Diskussion um die Zukunft des Sachsenrings eingeschaltet.