Tourismusdestination (RA-135/2017)

vom 28. März 2017

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, „zur Verbesserung der touristischen Vermarktung werden derzeit Kooperationsmöglichkeiten geprüft. Mögliche Partner sind das Erzgebirge, Zwickau, Zwickauer Land sowie ein Teil des Landkreises Mittelsachsen.“ (RA-070/2016) Mittlerweile wird die Gründung einer neuen so genannten Reiseziel-Destination mit u.a. Zwickau, Mittweida und Altenburg angestrebt. Das befürworte ich und bitte um die Beantwortung folgender Fragen:

1) Bis wann soll der Gründungsprozess abgeschlossen sein?
2) Inwiefern werden die Land- und Gemeinderäte sowie die Bürger der verschiedenen Städte in die Namensfindung usw. einbezogen?
3) In welcher Art und Weise wird die CWE dem Stadtrat Chemnitz regelmäßig Bericht erstatten?
4) Welchen veränderten Finanz- und Personalbedarf sieht die CWE durch das neue Projekt?
5) Warum hat die Stadt/CWE und/oder der Erzgebirgskreis auf eine Kooperation verzichtet?

Thomas Sänger

Antwort: Sehr geehrter Herr Sänger, zu Ihrer Ratsanfrage teile ich Ihnen auf Grundlage einer Zuarbeit der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Folgendes mit:

1) Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung durch die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft, die Tourismusregion Zwickau und die Stadt Mittweida Ende 2016 haben die Partner dem Destinationsentwicklungsprozess zugestimmt. Im Laufe der nächsten Monate erfolgt die Einbindung von externen Partnern (begleitende Hochschule oder Agentur); im Herbst dieses Jahres erfolgt die Planung der gemeinsamen Marketingprojekte für 2018 und die Erarbeitung der Fördermittelanträge. Darüber hinaus erfolgt die Entwicklung von geeigneten Beobachtungsinstrumenten, um zu erfassen und zu evaluieren, inwiefern die Prozesse wirksam und zielführend sind. Die Gründung einer neuen wettbewerbsfähigen Destination wird in diesem Rahmen bis Ende 2018 geprüft.

2) Gemeinsam mit dem externen Partner, welcher den laufenden Prozess fortwährend begleitet, wird das konkrete Vorgehen der Destinationsentwicklung, wie beispielsweise die Namensfindung, genau definiert. Darüber erfolgt auch die Einbindung von Land- und Gemeinderäten und Bürgern.

3) Die CWE wird regelmäßig über den jeweiligen Stand zur Destinationsentwicklung seine eigenen Gremien, wie den Aufsichtsrat, informieren. Denkbar ist auch, im Verwaltungs- und Finanzausschuss Bericht zu erstatten, in dem bereits zur Destinationsentwicklung informiert wurde.

4) Natürlich entsteht durch die Destinationsentwicklung ein höherer Finanz- und Personalbedarf als zuvor. Diese Mehraufwände werden jedoch durch die Fördermittel des Freistaates Sachsen ausgeglichen, um eine qualitative Ausrichtung der Destination zu gewährleisten.

5) Die Stadt Chemnitz und die CWE verzichten nicht auf eine Kooperation mit dem Erzgebirgskreis. Aufgrund der thematischen Schnittstellen sowie der partnerschaftlichen Verbindung gehen wir lediglich im ersten Schritt eine gemeinsame Destination mit Zwickau und Mittweida ein. Das schließt keinesfalls aus, dass wir auch weiterhin Angebote aus dem Erzgebirge mit bewerben und auch im direkten Austausch mit den Partnern stehen, um neue Vorhaben anzugehen. Unser langfristiges Ziel ist es vielmehr, eine ganzheitliche Betrachtung des gesamten Umlandes zu erreichen – und das schließt sowohl Zwickau als auch das Erzgebirge mit ein.

Freundliche Grüße
Barbara Ludwig