Freibad Bernsdorf (RA-159/2017)

vom 11. April 2017

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, ich bitte um die Beantwortung folgender Fragen:
1) Warum haben, wie berichtet wurde, der Freundeskreis und Förderverein des Freibades Bernsdorf ihre ehrenamtlichen Arbeiten ruhen lassen?
2) Wie gestalten sich die Planungen für die neue Freibadsaison, und ist eine Zusammenarbeit wieder denkbar? Welche Mehrkosten entstünden der Stadt durch den Wegfall der Kooperation?
3) Wie geht es mit dem Standort angesichts der geplanten Schwimmhalle generell weiter? Inwiefern ist eine Nutzung des Freibades bei laufender Baumaßnahme möglich, und wie verkleinert sich ganz speziell die Liegewiesenfläche während und nach den Bauarbeiten?
4) Wie viel Flächenpotenzial und Finanzmittel stehen darüber hinaus für die Schaffung neuer Parkplätze zur Verfügung?

Falk Müller

Antwort: Sehr geehrter Herr Müller, zu Ihrer Ratsanfrage teile ich Ihnen im Auftrag der Oberbürgermeisterin Folgendes mit:

1) Mit Schreiben vom 7. Oktober 2016 hat die freiwillige Interessengemeinschaft „Freunde des Freibades Bernsdorf“ ihr Engagement in Bezug auf Arbeitseinsätze für das Freibad Bernsdorf eingestellt. Die Interessengemeinschaft begründete ihre Entscheidung darauf, dass diese die Entscheidung der Versetzung des ehemaligen Badbetriebsleiters in ein anderes städtisches Badobjekt nicht nachvollziehen können. Die Personalentscheidung musste jedoch aus dienstinternen Gründen vollzogen werden. Die Objektleitung des Freibades wurde an einen erfahrenen Schwimmmeister übertragen, welcher das Freibad Bernsdorf bereits über Jahre als Verbundleiter der Bernsdorfer Bäder begleitet hat.

2) Die Freibadsaisonvorbereitung läuft planmäßig. Die Stadt Chemnitz hat die Vereinbarung mit der freiwilligen Interessengemeinschaft „Freunde des Freibades Bernsdorf“ gemäß (B-095/2015) nicht gekündigt und somit besteht jederzeit die Möglichkeit, die bisher erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft fortzusetzen. Die Vorbereitungsarbeiten für die Freibadsaison 2016 erfolgten bereits ohne Unterstützung der freiwilligen Interessengemeinschaft „Freunde des Freibades Bernsdorf“, dabei entstanden der Stadt Chemnitz Mehraufwendungen auf Grundlage des Leistungsspektrums der Vereinbarung gemäß B-095/2015 in Höhe von ca. 8.000 Euro.

3) Aktuell wurde ein Architekturbüro zur Begleitung der Wettbewerbsunterlage nach RPW (Richtlinie für Planungswettbewerbe) beauftragt. Der bisher bekannte Zeitrahmen richtet sich nach der festgesetzten Vorgehensweise der Sächsischen Aufbaubank im Rahmen des SächsInvStärkG und dem damit verbundenen Fördermittelzeitraum bis Ende des Jahres 2020. Konkrete Aussagen zur zeitlichen Umsetzung sowie Einschränkungen des Freibadbetriebes sind jedoch erst im Zuge der weiteren Planungen möglich. Inwieweit Teile der Liegewiese von der Baumaßnahme betroffen sind, wird sich ebenso erst mit Fortschreibung der Planungen ergeben.

4) Hierzu ist auf die Beantwortung der Frage 3 zu verweisen. Die Thematik des Stellplatznachweises wird im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens geklärt. Die Schaffung der notwendigen Stellplätze ist im Rahmen des Gesamtbudgets der Baumaßnahme gemäß B-118/2016 abzudecken.

Mit freundlichen Grüßen
Philipp Rochold
Bürgermeister