Stadtentwicklungsplan ja oder nein?

vom 11. April 2017

Der Brühl entwickelt sich, nicht zuletzt auch durch den Bau der neuen Zentralbibliothek der Technischen Universität Chemnitz und durch die Investitionen der städtischen GGG. „Dass nunmehr aber das Punkthochhaus an der Georgstraße für drei Millionen Euro saniert werden soll, passt nicht ins Bild und widerspricht eindeutig dem so genannten Masterplan Brühl, der vom renommierten Planungsbüro Albert Speer & Partner erstellt wurde und einen Rückbau des Gebäudes bis 2022 vorgesehen hätte“, kritisiert AfD-Stadtrat Thomas Sänger. „Dass die Fraktionen von SPD und Linke und selbst die Rathausspitze offenbar keine Einwände haben, ist mir einerseits unerklärlich, andererseits wundert mich in diesem Hause nichts mehr. Bei der Standortdiskussion für das notwendige Regenüberlaufbecken war diese Stadtentwicklungsstudie jedenfalls eines der Hauptargumente gegen die Georg- und für die Brückenstraße – obwohl sich dort die Kosten für das Abwasserrückhaltebecken auf 42 Millionen Euro erhöht haben und die Lösung am Brühl vermutlich günstiger und noch dazu mit einer attraktiv begrünten Sport- und Spielplatzfläche zu überbauen wäre. Sollte das Punkthochhaus also tatsächlich saniert werden, um angeblich preiswerten Wohnraum anbieten zu können, was ich angesichts der Investitionskosten in Höhe von drei Millionen Euro bezweifle, fordere ich im Gegenzug auch noch einmal eine neue Diskussion zum Regenüberlaufbecken! Damit müsste man dann gleichzeitig dem Masterplan eine offizielle Absage erteilen, was ich sehr bedauern würde.“