Flugplatz stürzt ab!

vom 21. Juni 2017

Die AfD-Fraktion kritisiert die mangelhafte Bereitschaft der Stadt, ihren Verkehrslandeplatz Chemnitz/Jahnsdorf insbesondere für Geschäftsreisende und die Zuliefererindustrie auszubauen. „Der Abwärtstrend der letzten drei Jahre (siehe RA-217/2017) bestätigt unsere Befürchtungen. Die Flugbewegungen sind von 14.783 auf 10.564 eingebrochen und die Passagierzahlen von 14.792 auf 9.575″, bilanziert AfD-Stadtrat Thomas Sänger. „Als im letzten Jahr im Rahmen des so genannten Investitionskraftstärkungsgesetzes zahlreiche Baumaßnahmen im Stadtrat zur Abstimmung standen, waren wir die Einzigen, die eine Verlängerung der Start- und Landeplan auf die notwendigen 1.200 Meter gefordert hatten und wurden dafür selbst von der Oberbürgermeisterin belächelt! Zwei Wochen später titelte die Morgenpost „Kleine Sächsische Flugplätze sind im Aufwind“ und berichtete wie folgt: „Der Verkehrslandeplatz Chemnitz/Jahnsdorf wird mit rund 12.600 Flugbewegungen zu einem Drittel gewerblich genutzt, […] sei als einer der wenigen Plätze Sachsens ganzjährig nutzbar und sichere eine schnelle Erreichbarkeit der Wirtschaftsregion Westsachsen. Das nutzen nicht nur Manager, sondern auch Künstler oder auch Firmen, um Ersatzteile oder Techniker schnell vor Ort zu bringen.“ Die Verwaltungsspitze und Stadtratsmehrheit zeigen zwar immer wieder gern mit den Fingern auf Andere (Bund, Land, Bahn) und fordern den Fernverkehrsanschluss auf der Schiene, aber die Hausaufgaben vor der eigenen Haustür werden sträflich vernachlässigt! Wirtschaftsförderung geht anders, erst recht wenn man Europäische Kulturhauptstadt werden und keine unerreichbare Provinz bleiben will!“