City-Management für die Innenstadt (BA-036/2017)

vom 8. August 2017

Der Stadtrat empfiehlt seinen Vertretern im Aufsichtsrat der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft, im Rahmen der „Intensivierung der Innenstadtvermarktung“ auf die Einsetzung eines City-Managers hinzuwirken. Unabhängig davon soll geprüft werden, bis wann die CWE ein öffentliches Kataster aller vergebenen und freien innerstädtischen Einzelhandelsflächen erarbeiten kann/will.

Begründung: „Die CWE plant keinen City-Manager.“ (RA-208/2017) Demgegenüber steht die Aussage von Ilona Roth, IHK-Geschäftsführerin Handel, in der Freien Presse vom 05.04.16: „Zudem braucht die Innenstadt dringend ein Citymanagement, das ist ein Defizit seit vielen Jahren.“ Mittlerweile hat sich die Situation für viele innerstädtische Einzelhändler und Gastronomen durch die Umbauarbeiten der Zentralhaltestelle, Straße der Nationen und Reitbahnstraße sogar weiter verschlechtert, und im Rosenhof, Bürgerhaus am Wall und den Rathauspassagen stehen Ladenflächen leer. Ein City-Manager könnte zwischen den verschiedenen Eigentümern und Interessenvertretungen vermitteln, Potenziale bündeln und Leerstandsflächen anbieterunabhängig vermarkten.

Stellungnahme der Verwaltung: Der Stadtrat hat die CWE mit der Intensivierung der Innenstadtvermarktung beauftragt (B-004/2017 vom 08.02.2017). In den Organen der CWE wurde die Problematik der Innenstadtvermarktung daher bereits ausführlich erörtert. Die Belebung der Innenstadt kann nur durch die Bündelung von Aktivitäten erfolgen. Die CWE favorisiert dabei verbindliche Entscheidungsstrukturen der verantwortlichen Akteure zur Umsetzung von Projekten, beginnend mit einer Markenbildung für die Chemnitzer Innenstadt. Das Konzept zur Innenstadtentwicklung soll im Stadtrat im IV. Quartal 2017 als Informationsvorlage vorgelegt werden.