Sicherheit in Bädern (RA-333/2017)

vom 11. August 2017

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, ich bitte um die Beantwortung folgender Fragen:
1) Seit wann werden in städtischen Bädern externe Sicherheitskräfte eingesetzt?
2) Wie viele Sicherheitskräfte sind dort aktuell im Einsatz, und wie viele waren es durchschnittlich sowie maximal in den letzten drei Jahren?
3) Welche Kosten entstanden daraus in den letzten drei Jahren, und aus welchem Budget waren und werden diese gedeckt? Welchen Bedarf plant die Stadtverwaltung 2018 ein?
4) Wie hat sich die Anzahl der gemeldeten Verstöße gegen die Haus- und Badeordnung in den letzten drei Jahren entwickelt?

Falk Müller

Antwort: Sehr geehrter Herr Müller, zu Ihrer Ratsanfrage teile ich Ihnen im Auftrag der Oberbürgermeisterin Folgendes mit:

1) Bereits seit mehr als zehn Jahren sind Wach- und Sicherheitsunternehmen im Rahmen der nächtlichen Revierstreifen in den Hallen- und Freibädern vertraglich mit dem Ziel gebunden, die Verschlusssicherheit zu gewährleisten sowie um Straftaten (Einbruch, Hausfriedensbruch) zu verhindern.

Darüber hinaus sind seit Juni 2016 weitere externe Sicherheitskräfte, Mitarbeiter von Security-Dienstleistern, saisonal ausschließlich für den Einsatz in den Freibädern während der Öffnungszeiten beauftragt.

Während zunächst alle vier Freibäder des Schul- und Sportamtes in Abhängigkeit mit den zu erwartenden Besucherzahlen durch Sicherheitsfachkräfte unterstützt wurden, konnte die Unterstützung des Freibades in Einsiedel bereits ab Juli 2016 mangels Bedarfes wieder eingestellt werden.

2) In den Freibädern Gablenz, Bernsdorf und Wittgensdorf kommen jeweils 1 bis 2 Sicherheitsfachkräfte zum Einsatz. Die Einsätze, einschließlich der wechselnden Einsatzzeiten, werden jeweils bedarfsabhängig von den Badbetriebsleitern in direkter Abforderung beim Einsatzdispatcher des Security-Dienstleisters gesteuert. Insgesamt gelangen somit in jeder Saison 3 bis 6 Sicherheitsfachkräfte zum Einsatz.

3) Die Kosten für den Einsatz zusätzlicher Sicherheitskräfte zur Unterstützung des Personals während der Öffnungszeiten betrugen

– im Jahr 2016: 36.362,00 €
– bis Juli 2017: 8.304,90 €
– bis Saisonende 2017 voraussichtlich gesamt: 16.393,00 €

Für die Saison 2018 sind im Haushalt Kosten in Höhe der Inanspruchnahme 2017 vorgesehen. Die Kosten für Securityleistungen in den Bädern sind haushaltseitig im Budget Sport, Bewirtschaftungskosten vorgesehen.

4) Verstöße gegen die Haus- und Badeordnungen werden nicht dokumentiert. Die Organisation und Aufrechterhaltung des sicheren Betriebsablaufes in den Bädern ist im Rahmen der Möglichkeiten neben dem Rettungsdienst und Gewährleistung der Schwimmbadhygiene eine der Kernaufgaben der Fachangestellten für Bäderbetriebe und Schwimmmeister.

In letzter Zeit verzeichnen die Mitarbeiter in den Freibädern ein Ansteigen von Verstößen gegen die Nutzungsregeln in Höhe von ca. 30 % im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Die Situation in den Hallenbädern stellt sich auf Grundlage des günstigeren Verhältnisses der zu überwachenden Wasserfläche zum Personalschlüssel als besser steuerbar dar. Jedoch auch in diesem Bereich ist ein Anstieg regulierender Maßnahmen zu verzeichnen.

Mit freundlichen Grüßen
Philipp Rochold
Bürgermeister