Löwen-Gehege (RA-446/2017)

vom 27. Oktober 2017

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, ich bitte um die Beantwortung folgender Fragen:
1) Welches Obduktionsergebnis steht für die 2016 verstorbene Löwin Kimba zu Buche?
2) Warum befindet sich ein Rudeltier wie Löwe Malik seitdem allein im Gehege?
3) Inwiefern ist das Gehege und der Standort überhaupt für Löwen geeignet und welche Überlegungen gab es dazu bei den Planungen und Bauarbeiten 2007?
4) Welche einmaligen Anschaffungs- und jährlichen Unterhaltskosten für Futter und Tierarzt usw. entstehen bei einem Löwen?

Falk Müller

Antwort: Sehr geehrter Herr Müller, zu Ihrer Ratsanfrage teile ich Ihnen im Auftrag der Oberbürgermeisterin Folgendes mit:

1) Das Tier starb an Herz-Kreislauf-Versagen.

2) Ältere Löwenmänner sind im Freiland häufig Einzelgänger, weil sie längst ihr Rudel an einen jüngeren Konkurrenten verloren haben. Zudem handelt es sich bei Malik um eine Handaufzucht, die nicht wie ein Löwe sozialisiert ist und daher Probleme mit einer neuen Partnerin haben würde.

3) Das Gehege und der Standort sind mit Einschränkungen für eine Löwenhaltung geeignet.

Die Überlegungen von 2007 sind der derzeitigen Leitung nicht bekannt. Es wurden in den Folgejahren bereits einige Optimierungen vorgenommen und in den Beratungen zur Erstellung des Masterplans werden Überlegungen zu dem Standort mit eine Rolle spielen.

4) Die Anschaffungskosten für ein Tier betragen in der Regel null Euro, manchmal fallen Transport- oder Untersuchungskosten an. Die Unterhaltskosten lassen sich nicht explizit ermitteln, da nicht separat für den Löwen Futter eingekauft wird. Da im Tierpark eine eigene Tierärztin angestellt ist, lassen sich auch da die Kosten nicht auf den Löwen separat herunterbrechen.

Freundliche Grüße
Miko Runkel
Bürgermeister