Kaßbergauffahrt (RA-532/2017)

vom 12. Dezember 2017

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
nächstes Jahr soll die Karl-Schmidt-Rottluff-Brücke als unmittelbarste Verbindung vom Kaßberg zum Zentrum auch für Fußgänger vollgesperrt werden. „Als Ersatz für die gesperrte Treppenanlage [von und zur Fabrikstraße kommend] ist eine provisorisch errichtete Treppenanlage auf der nördlichen Seite der Brücke angedacht.“ (RA-005/2017)
1) Ist dieser Plan noch aktuell? Welche Zeit- und Wegersparnis entsteht dadurch im Vergleich zur bereits vorhandenen Treppe zwischen Hartmannplatz und Hoher Straße, und wird diese oder jene dann besser beleuchtet und gepflegter sein?
2) Welche Umleitungsstrecke ist für Radfahrer vorgesehen? Die dicht befahrene Reichsstraße oder beidseitig zugeparkte Kaßbergstraße?
3) Bis wann und mit welchem Kostenaufwand hätte eine Sanierung bei „laufendem Betrieb“ erfolgen können/müssen, um eine Vollsperrung zu umgehen?
4) Wird darüber hinaus auch die sich an die Brücke direkt anschließende Mauer auf der linken stadtauswärtigen Seite saniert?

Thomas Sänger

Antwort: Sehr geehrter Herr Sänger, zu Ihrer Ratsanfrage teile ich Ihnen im Auftrag der Oberbürgermeisterin Folgendes mit:

1) Während der Baumaßnahme ist für die Fußgänger die Errichtung eines Treppenturms vorgesehen. Damit wird die fußläufige Verbindung vom Kaßberg zur Innenstadt gewährleistet. Dieser Treppenturm und der Weg von der Hohe Straße bis zum Treppenturm wird eine Beleuchtungsanlage erhalten. Damit ist die sichere Nutzung der provisorischen Gehwegverbindung gewährleistet. Ein Vergleich der von Ihnen angesprochenen Wege ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, erst mit Herstellung und Einrichtung der provisorischen Fußgängerverbindung lässt sich ein konkreter Vergleich ziehen.

2) Die Umleitungstrecke für den öffentlichen Verkehr führt über die Reichsstraße. Diese Umleitungsstrecke kann/darf auch von den Radfahrern genutzt werden. Die Radfahrer können aber auch jede andere Strecke (z.B. Hohe Straße, Radweg zw. Hohe Straße – Fabrikstr., Henriettenstr., Kaßbergstr., Hartmannstraße…) fahren. Dies hängt von dem Fahrziel jedes einzelnen Radfahrers ab.

3) Generell wird immer die Möglichkeit der Umsetzung der Baumaßnahme unter dem Gesichtspunkt der Aufrechterhaltung des Verkehrs geprüft. Es sind aber auch die allgemein gültigen Vorschriften für die Arbeitsstätten an Straßenbaustellen einzuhalten. Des Weiteren sind die Sicherheitsvorschriften für Rad- und Gehwergverkehr mit Ihren Mindestbreiten zu berücksichtigen. Ganz entscheidend ist aber, welchen Umfang die Baumaßnahme hat. In diesem Fall wird der Überbau (zwischen den Balustraden) von der Brücke über die Fabrikstraße komplett zurückgebaut und durch ein neues Gewölbe ersetzt. Dies muss im Ganzen erfolgen. Somit ist eine Sanierung/Instandsetzung bei „laufenden Betrieb“ unmöglich.

4) Ja, die Stützmauer auf der linken, stadtauswärtigen Seite wird als separate Maßnahme in zeitlichem Zusammenhang zur Kaßbergbrücke saniert, d.h. sie ist nicht Teil der geförderten Baumaßnahme an der Kaßbergauffahrt. Gegenstand der Maßnahme umfasst die Entfernung von Graffiti, die Sanierung von Fugen, die Erneuerung der Mauerkrone sowie die Entfernung von Bewuchs.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Stötzer
Bürgermeister