Pressemitteilungen

Chemnitzer Modell darf Stadtränder nicht abkoppeln

vom 9. November 2017

Die AfD-Fraktion befürwortet das Chemnitzer Straßenbahnmodell grundsätzlich, kritisiert aber in Person von AfD-Stadtrat Thomas Sänger zwei problematische Konsequenzen für Kunden und Autofahrer: „Das Umland mit dem Stadt- und Oberzentrum auf der Schiene ohne Umsteigen zu verbinden, ist richtig und noch dazu umweltfreundlich. Dass aber damit die eigenen Stadtrandbezirke praktisch abgekoppelt werden, ist eine Frechheit! Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember wird die Straßenbahnlinie 6 eingestellt, und aus Altchemnitz kommend muss man dann auf die halbstündlich verkehrende Citybahn ausweichen oder via Linie 5 zwischendurch auf den Bus 53 umsteigen. In den Abendstunden sieht es noch schlechter aus. Gleiches blüht den Bewohnern in Reichenhain und Erfenschlag, die bislang mit der Buslinie 51 noch bequem und direkt zur Zentralhaltestelle gelangen konnten, zukünftig aber bei Wind und Wetter umsteigen und hoffen müssen, den Anschluss nicht verpasst zu haben. Auch die Autofahrer werden die Änderungen zu spüren bekommen, weil die Stadtplaner Weiterlesen

Tierpark ohne Liebe zum Detail

vom 19. Oktober 2017

Der Tierpark Chemnitz erhält im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms einen zweiten Sibirischen Tiger aus dem Tiergarten Nürnberg. Dass dieser Schritt noch vor der Präsentation des Masterplans erfolgen soll, haben unlängst die Fraktionsvorsitzenden der rot-rot-grünen Stadtratsmehrheit kritisiert. „Diese Kritik ist zwar irgendwie berechtigt, aber der Artenschutz ist meiner Meinung nach wichtiger und hat eben keinen Terminplan“, relativiert AfD-Stadtrat Falk Müller. „Die vom Aussterben bedrohten Tiere können nichts dafür, dass nach dem seit 2013/14 vorliegenden Entwicklungskonzept nunmehr erst noch ein Gutachten und Masterplan in Auftrag gegeben wurden. Ich bin sowieso der Meinung, dass es vor allem der erste Eindruck ist, der in Chemnitz nicht stimmt, die fehlende Liebe zum kleinen Detail statt großer, ungelöster Grundsatzfragen. Das fängt mit der veralteten Homepage an, geht mit Spinnweben weiter, überfüllten Mülleimern, ungepflegten Grünflächen, teilweise regelrecht zugewachsenen Anlagen und Käfigen) und hört bei den Informationstafeln auf, die zwar hoffentlich momentan, aber eben viel zu spät erneuert werden. Weiterlesen

Neue Johannisvorstadt mit alten Fehlern

vom 20. September 2017

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 20. September mit großer Mehrheit (41:4 bei einer Enthaltung) den Grundsatzbeschluss zum Verkauf der städtischen Baufelder E3 und E4 verabschiedet. AfD-Stadtrat Thomas Sänger hat aus folgenden Gründen nicht zugestimmt: „Selbstverständlich befürworte ich eine städtebauliche Weiterentwicklung dieser beiden Brachflächen im Herzen unserer Stadt, und auch die Erlöse in Höhe von 8,2 Millionen Euro mögen der Forderung und den umliegenden Bodenrichtwerten mehr als entsprechen, aber auf dem zweiten Blick befürchte ich eher ein Verlustgeschäft für die Stadt! Nicht umsonst stand auch eine Beschlussvorlage über „Grundsätze für Geldanlagen der Stadt Chemnitz“ auf der Tagesordnung, bedingt durch die Niedrigzinspolitik der EU und den Wegfall der Einlagensicherung. Ich hätte mir gewünscht, dass die Stadt oder die GGG als hundertprozentige Tochtergesellschaft selbst in die Grundstücke investiert. Weiterlesen

AfD-Fraktion distanziert sich von Stadtratsmehrheit

vom 29. August 2017

In der vergangenen Stadtratssitzung vom 23.08.17 hat eine knappe Mehrheit der Stadträte (26:24) für einen Antrag der beiden Fraktionen von Grünen und Linken gestimmt und die Stadtverwaltung damit gezwungen, dem Widerspruch der Landesdirektion Sachsen (LDS) gegen die „Zur-Schau-Stellung von Wildtieren auf kommunalen Flächen“ zu widersprechen und juristische Mittel einzulegen, verbunden mit entsprechenden Kosten, die vermeidbar wären, denn die Urteile und Stellungnahmen sind eindeutig:

„Die allgemeine Befugnis der Gemeinden, die Benutzung ihrer öffentlichen Einrichtungen zu regeln, stelle keine ausreichende gesetzliche Ermächtigungsgrundlage zum Erlass von grundrechtseinschränkenden Satzungsbestimmungen dar.“ (LDS, 15.05.17)
„Es bedarf daher eines unverzüglichen und effektiven rechtsaufsichtlichen Handelns, um eine Erschütterung des Vertrauens der Bevölkerung in die rechtsstaatliche Verwaltung abzuwenden und dem Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung zur Geltung zu verhelfen.“ Weiterlesen

Kein Bauhausstil auf dem Kaßberg

vom 15. August 2017

Die AfD-Fraktion wird den Plänen für einen Wohnpark an der Erzbergerstraße (B-133/2017) nicht zustimmen. „Zwar fände ich es gut, wenn die ehemalige Industrie- und Gewerbefläche revitalisiert werden würde und Wohnungen diese Baulücke füllen, aber nicht um jeden Preis“, kritisiert AfD-Stadtrat Thomas Sänger. „Dass die Blöcke explizit eine „moderne Formensprache verkörpern“ sollen und die Dächer „keine zwingenden Festsetzungen“ erhalten und also Flachdächer zu erwarten sind, können wir uns auf dem Kaßberg nicht leisten, und die Fassaden mit „Glatt oder kleinkörnigem Strukturputz“ sollten nicht nur „alternativ“, sondern definitiv mit „Klinker, Natur- oder Kunststein“ verkleidet werden. Die Stadt muss den auch touristisch wertvollen Charakter als eines der europaweit größten zusammenhängenden Jugendstil- und Gründerzeitviertel wahren und darf sich die Hoheit über ihr Gebiet nicht aus der Hand nehmen lassen. Unsere AfD-Fraktion hat zum Beispiel vor anderthalb Jahren eine Gestaltungssatzung auch für die Innenstadt (BA-010/2016) gefordert, Weiterlesen