Allwetterbad Bernsdorf (RA-187/2018)

vom 20. März 2018

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, das Preisgericht, das über den Entwurf der neuen Schwimmhalle in Bernsdorf entschieden hat, bestand laut Pressemitteilung der Stadt „aus bundesweit tätigen Fachpreisrichtern, Stadträten als Sachpreisrichter“ und Mitarbeitern der Verwaltung. Daher bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen:
1) Welche Fraktionen waren aus welchen fachlichen Gründen beteiligt?
2) Inwiefern wurden der Förderverein und Freundeskreis des Freibades Bernsdorf sowie die verschiedenen Schwimmsportvereine befragt und eingebunden?
3) Wie wird das Freibad während der Planungs- und Bauphase zugänglich und nutzbar sein und welche Fläche verbleibt letztlich für die Liegewiese?

Falk Müller

Antwort: Sehr geehrter Herr Müller, zu Ihrer Ratsanfrage teile ich Ihnen im Auftrag der Oberbürgermeisterin Folgendes mit:

1) Das Preisgericht im Rahmen eines Realisierungswettbewerbes besteht gemäß der entsprechenden Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) aus Fachpreisrichtern, welche die gleiche Eignung wie die Wettbewerbsteilnehmer aufweisen müssen, und zum anderen aus Sachpreisrichtern. Das Verhältnis zwischen diesen beiden stimmberechtigten Gruppen ist immer zugunsten der Fachpreisrichter auszugestalten. Gleichzeitig kommt es für die Durchführung der Sitzungen und im Sinne der Entscheidungsfindung darauf an, dass insbesondere die Anzahl an Preisrichtern der Aufgabe angemessen aber auch nicht zu groß sein muss. In diesem Fall wurde eine Aufteilung in 6 Fach- und 5 Sachpreisrichter vorgenommen. Bei der Auswahl der Sachpreisrichter wurde darauf Wert gelegt, dass die beteiligten Vertreter insbesondere aus dem entsprechenden Fachausschuss (Schul- und Sportausschuss bzw. Planungs-, Bau- und Umweltausschuss) Berücksichtigung fanden. Auch die Sitzverteilung im Stadtrat war ein Auswahlkriterium. Einer der 5 Sachpreisrichter wurde durch den Baubürgermeister gestellt.

Folgende Fraktionen waren als Sachpreisrichter beteiligt:
– Vertreter aus SPD-Fraktion
– Vertreter aus Fraktionsgemeinschaft CDU/FDP
– Vertreter aus Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Vertreter aus Fraktion DIE LINKE

2) Die lose Interessengemeinschaft „Freunde des Freibades Bernsdorf“ hat offiziell im April 2016 erklärt, die freiwilligen Arbeitsleistungen zur Saisonvor- und -nachbereitung des Freibades einzustellen. In Folge der Aufkündigung der Zusammenarbeit war demzufolge kein potentieller Partner (Förderverein, Freundeskreis o. ä.) verfügbar.

In Auswertung des Wettbewerbes wurden die Schwimmsportvereine sowie der Stadtsportbund unmittelbar eingebunden. Die Planungen des Schwimmhallenneubaus beginnen erst mit dem aktuell ermittelten Ergebnis des Wettbewerbs auf Grundlage der Stadtratsbeschlüsse B-118/2016 sowie B-289/2016. Die Schwimmsportvereine sowie der Stadtsportbund werden in die nun folgenden Planungsschritte einbezogen.

3) Über die Nutzungsmöglichkeit während der Planungs- und Bauzeit kann erst im Ergebnis der weiterführenden Planungsphasen entsprechend Auskunft gegeben werden. In dem Planungsumgriff, der den Wettbewerbsteilnehmern als Entwurfsgrundlage mitgeteilt wurde bestand eine der Vorgaben darin, dass mit der Einordnung des Gebäudes in das Grundstück keine wesentlichen Änderungen zur Dimensionierung der Liegewiese verbunden sind. Lediglich an den Schnittstellen zwischen dem neu zu errichtenden Gebäude und insbesondere den bestehenden Freianlagen wird es im Ergebnis des Planungsprozesses zu entsprechenden funktions- und baulich bedingten Anpassungen kommen müssen.

Freundliche Grüße
i.V. Miko Runkel
Sven Schulze
Bürgermeister