Weihnachtsmarkt Öffnungszeit (RA-598/2018)

vom 14. November 2018

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, ich bitte um die Beantwortung folgender Fragen:
1) Inwiefern liegen der Stadtverwaltung Umfragen und Erfahrungswerte von Händlern und Besuchern zu den Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes vor und mit welchen Ergebnissen?
2) Wie hat sich die Anzahl an Bewerbungen und Zulassungen im Bereich Erzgebirgischer Holzschmuck in den letzten fünf Jahren entwickelt?
3) Inwiefern wären im Bedarfsfall flexible Öffnungszeiten möglich/erwünscht, also Glühwein- und Imbissstände nach wie vor bis 21 Uhr und andere, in den späten Abendstunden evtl. weniger nachgefragte Segmente nur bis 19 oder 20 Uhr?

Thomas Sänger

Antwort: Sehr geehrter Herr Sänger, zu Ihrer Ratsanfrage teile ich Ihnen im Auftrag der Oberbürgermeisterin Folgendes mit:

1) Eine Umfrage 2012 bei den Teilnehmern des Chemnitzer Weihnachtsmarktes ergab folgendes Ergebnis:
– 75 % wünschten Öffnungszeiten So. – Do. von 10 – 20 Uhr, Fr. – Sa. von 10 – 21 Uhr
– 12,5 % wünschten kürzere Öffnungszeiten (verschiedene Varianten)
– 12,5 % wünschten längere Öffnungszeiten

Seitdem wurde ein Teil der Teilnehmer jährlich befragt, am Ergebnis änderte sich nichts.
Eine erneute Befragung hat 2018 stattgefunden. Das Ergebnis kann noch nicht benannt werden, da noch nicht von allen Teilnehmern Rückantworten eingegangen sind. Derzeit sind ca. 90 % der Rückmeldungen für eine verkürzte Öffnungszeit bis 20 Uhr von Sonntag bis Donnerstag.

2) Die Bewerbungen sind zurückgegangen.

3) Eine flexible Öffnungszeit wird einerseits aus Sicherheitsgründen, andererseits aus organisatorischen Gründen abgelehnt. Nach Schließung des Marktes übernimmt ein Sicherheitsunternehmen die Bewachung. Unmittelbar nach Schließung wird das Areal befahren, um neue Waren anzuliefern, Abfall abzutransportieren und zu reinigen. Die Sicherheit der verbleibenden Besucher kann so nicht gesichert werden. Das Sicherheitsunternehmen kann die Bewachung der geschlossenen Hütten nicht sichern, wenn sich noch viele Besucher auf dem Gelände aufhalten. Eine territoriale Trennung der Sortimente kommt ebenfalls nicht in Betracht, damit wäre das traditionelle erzgebirgische Erscheinungsbild des Chemnitzer Weihnachtsmarktes nicht mehr gegeben.

Freundliche Grüße
Miko Runkel
Bürgermeister