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Stellungnahme zur Forderung des CFC-Insolvenzverwalters

vom 23. Oktober 2018

„Ich kann die Argumente und Motivation des Insolvenzverwalters insofern nachvollziehen, weil es seine Aufgabe ist, für den CFC das Bestmögliche herauszuholen“, meint AfD-Stadtrat Falk Müller. „Aber mit seiner Forderung nach einem kommunalen Zuschuss an einen privatwirtschaftlichen Verein macht er es sich meiner Meinung nach zu einfach. Nichtsdestotrotz muss die Frage erlaubt sein, inwiefern es gerecht ist, dass die Stadt jede Theaterkarte der jährlich 200.000 Besucher rein rechnerisch mit 130 Euro subventioniert (siehe RA-059/2018), während die Fußballfans, pro Saison rund 100.000 Zuschauer, jedoch 75 Prozent höhere Eintrittsgelder zu befürchten haben, sofern weder die Stadt noch ein Investor einspringt, um das Defizit auszugleichen, was sich aus dem Spielbetrieb heraus notwendigerweise ergibt. Hochkultur und Spitzensport sind beides gleichermaßen wichtige Standortfaktoren, die gesellschaftspolitisch wirken, gern auch als Bollwerk gegen Rechtsradikalismus, und von den Wertschöpfungsketten profitieren wir alle, insbesondere auch die mittelständischen Unternehmen unserer Wirtschaftsregion Südwestsachsen.“

Verfehlte Grundsatzentscheidungen ausbaden

vom 24. November 2016

Der Chemnitzer Fußballclub befindet sich sportlich mehr oder weniger auf Kurs, aber in finanziellen Schwierigkeiten. Von der Stadt und kommunalen Eigengesellschaften werden nunmehr Hilfsleistungen erwartet, nachdem bereits 27 Millionen Euro in ein neues Stadion geflossen sind. „Wäre unsere Fraktion damals schon bei der Grundsatzentscheidung im Stadtrat vertreten gewesen, hätten wir uns wahrscheinlich für das Sportforum entschieden und eine Multifunktionsarena“, blickt AfD-Stadtrat Falk Müller zurück. „Alle Stadionkritiker werden sich jetzt leider bestätigt fühlen, und in der Tat war es ein eklatanter Fehler, dem CFC ein reines Fußballstadion zu bauen, ohne dass auch andere Sportvereine von den Investitionen profitieren konnten. Jetzt aber hat die Stadt und haben wir als neugewählte Stadträte praktisch keine andere Möglichkeit, den Verein mit allen Mitteln am Leben zu erhalten, denn ein leerstehendes Stadion würde weitere Mehrkosten verursachen und erst recht niemandem helfen. Weiterlesen