Unsere Stadträtin Susanne Rasch richtete am 02. Februar 2026 eine Ratsanfrage an den Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz. Anlass war die Rückmeldung von Besuchern des Schauspielhauses die uns auf die Gefährlichkeit dieser Haltestelle aufmerksam machten.
Aus Sicht der AfD-Stadtratsfraktion besteht ein berechtigtes Interesse daran, diesen Haltepunkt, zu einer normgerechten Haltestelle auszubauen, so wie es entlang der Annaberger Straße Standard ist.
Ziel und Inhalt der Anfrage
Die Anfrage verfolgte das Ziel, auf die Gefahr hinzuweisen und in Erfahrung zu bringen, wann dieser Gefahr Abhilfe geschaffen wird.
FRAGE:
Mir ist von Besuchern des Schauspielhauses im Spinnbau an der Altchemnitzer-Straße zugetragen worden, dass die Straßenbahnhaltestelle Rößlerstraße landwärts über keine Sicherungsgeländer zwischen Fahrbahn und altestellenbereich verfügt. Fahrgäste, welche die Straßenbahn an der Haltestelle Rößlerstraße verlassen, sind unmittelbar mit den Gefahren der beiden landwärtigen Fahrspuren der Annaberger Straße konfrontiert, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt.
- Ist vorgesehen, in absehbarer Zeit dort eine Schutzbarriere zwischen Fahrbahn und Haltestelle zu schaffen?
- Falls ja, wann ist mit den Baumaßnahmen zu rechnen?
- Falls nicht, warum sieht man an dieser Stelle keine Notwendigkeit, diese Schutzbarriere zu schaffen, obwohl sämtliche Straßenbahnhaltestellen entlang der Annaberger Straße (mit Ausnahme Schneeberger stadteinwärts) beidseitig über solche Barrieren verfügen.
ANTWORT VOM 10.03.2026
1.Ist vorgesehen, in absehbarer Zeit dort eine Schutzbarriere zwischen Fahrbahn undHaltestelle zu schaffen?
Die Haltestelle Rößlerstraße befindet sich in einem Zustand, der in keiner Weise dem aktuellenAusbaustandard für Straßenbahnhaltestellen Rechnung trägt. Der Umstand ist der CVAG und derStadtverwaltung bekannt. Ein regelkonformer Zielzustand kann erst mit der Neuplanung und demAusbau des gesamten Straßenquerschnittes in der Annaberger Straße erfolgen. Hierzu wird derzeitan einer Voruntersuchung auf Studienniveau durch die Stadtverwaltung gemeinsam mit der CVAGgearbeitet. Um für eine Übergangszeit einen sicheren Zustand zu schaffen, werden derzeitgemeinsam mit der CVAG verschiedene Lösungsansätze untersucht. Da auf dem bestehendenBahnsteig auf Grund der sehr begrenzten Platzverhältnisse kein Schutzgeländer gebaut werdenkann, werden Eingriffe in den angrenzenden Straßenraum erforderlich sein.
2.Falls ja, für welchen Zeitraum ist dies geplant?
Ziel ist es, im Laufe dieses Jahres eine Zwischenlösung zu schaffen, die zu mehr Sicherheitbeitragen soll. Für den Zielzustand samt dem Ausbau des gesamten Straßenquerschnittes kannnoch kein genauer Zeitpunkt benannt werden.
3. Falls nicht, warum sieht man an dieser Stelle keine Notwendigkeit, diese Schutzbarrierezu schaffen, obwohl sämtliche Straßenbahnhaltestellen entlang der Annaberger Straße(mit Ausnahme Schneeberger stadteinwärts) beidseitig über solche Barrieren verfügen?
siehe Beantwortung Frage 1. und 2.
EINORDNUNG
Die Stadtverwaltung sieht es genauso, wie wir: hier besteht akuter Handlungsbedarf, weil dieHaltestelle dem geforderten Ausbaustandard in keiner Weise gerecht wird. Man verspricht, die Haltestelle langfristig so zu gestalten, dass sie dem Ausbaustandard genügt. Kurzfristig, das heißt noch in 2026, soll in Absprache mit der CVAG eine Zwischenlösung geschaffen werden, die mehr Sicherheit bieten soll. Wird sich an das Versprechen gehalten? WIR BLEIBEN FÜR SIE AM BALL!